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am 3. Dezember 2014

Ein neuer Radweg durch die Liechtensteinstraße

Wolfgang Bernhuber - Eine neue Radwegverbindung gegen die Einbahn in der Liechtensteinstraße wird gut angenommen.

Der Radweg für die Menschen und Radfahrenden verbindet mehr als zwei Orte. Radwege sind nur so gut wie Ihre Vernetzung. Bisher konnten Radfahrende nach Brunn und Perchtoldsdorf offiziell eigentlich nur über die viel befahrene Hauptstraße fahren. Eine der Lücken, die schon seit Jahren diskutiert wurden, und nach reichlicher Planung und einem Preis vom Land NÖ nun geschlossen wurde. Der Verkehrsausschuss befürwortete nach reiflicher Planung den Radweg gegen die Einbahn einstimmig. Die Grünen freuen sich, dass diese Verbindung besteht, auch wenn wir im Detail das Eine oder Andere anders umgesetzt hätten. Jetzt besteht ein Radweg ab der Volkschule / Franz Josef Straße auf der Ostseite der Liechtensteinstraße (rechts in der Fahrtrichtung), gegen die Einbahn geführt. In Richtung Maria Enzersdorf von Brunn kommend wird der Radverkehr wie bisher auf der Straße geführt. Von Rodaun über Perchtoldsdorf, Brunn, Maria Enzersdorf, über Mödling und weiter Richtung Baden führt jetzt eine durchgehende Radwegverbindung, die für den ganzen Bezirk von Bedeutung ist. Dort wo die Straßen eng werden ist jede Autobewegung weniger eine Entlastung was Lärm und Abgase anbelangt. Auch die Radfahrenden werden, dort wo die Straße eng wird, mit Bedacht und etwas langsamer fahren. Sicherheit ist immer mit vorausschauender Fahrweise von PKWs und Radfahrenden verbunden. Besonders die Kreuzung in Richtung Brunn bei der Kirchengasse braucht achtsame Fahrweise, und mit etwas Freundlichkeit lässt sich so manche Situation meistern.

Viele Radfahrende haben uns immer wieder gebeten, dass diese Lücke geschlossen wird. Wir freuen uns, dass dieses Projekt die Orte Maria Enzersdorf, Brunn, Perchtoldsdorf, und die Neue Mittelschule in Brunn, aber auch das Gymnasium in Perchtoldsdorf, gut anbindet. Radverkehr ist leise und hat in unseren Orten fast die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit wie der PKW-Verkehr, der oft im Stau steht oder durch die überlasteten Straßen durchschleicht. Weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Gefährdung, und mehr Lebensqualität ist das Ziel einer klugen Verkehrspolitik. Wenn wir die künftigen Entwicklungen von immer teureren Benzin-Kraftstoffen, die Folgewirkungen des Klimawandels, die immer teureren und risikoreicheren Methoden der Öl- und Gasförderung, um die letzten Lagerstätten wie Ölsande und Öl- und Gasschiefer auszubeuten, betrachten, dann wird uns klar, wir brauchen ein Umdenken. Wir brauchen eine bessere Infrastruktur für die sanfte Mobilität, die ressourcenschonend, gesund, und billig ist, Spaß macht und die Menschen verbindet. Mit dem Rad und zu Fuß oder im Bus ist es uns jederzeit möglich befreundete Menschen zu beachten, Anderen unsere Aufmerksamkeit oder Hilfe zu schenken. Es ist einfach schön und schnell mit dem Rad oder zu Fuß die Wege im Ort zu erledigen oder zu einem Termin auf den Marktplatz in Perchtoldsdorf, in die Südstadt oder in die FuZo Mödling zu gelangen.

Dass in der Planung da und dort Kompromisse gemacht werden, ist halt auch politische Realität. Dass die Umstellung auf die neue Situation durch eine offene und lernbereite Haltung erleichtert wird, ist auch klar. Dass ich die vielen Diskussionen und Gespräche zu diesen Themen nicht missen will, auch wenn es manchmal anstrengend sein kann eine wertschätzende Gesprächsbasis herzustellen, ist für mich auch klar. Durchs Reden kommen die Leut zusammen und jeder von uns lernt immer dazu. Wir wünschen jedenfalls allen einen guten und nachhaltigen Weg mit und ohne Räder.