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am 7. November 2014

Grünes Wanderkino 2014 - Rückblick

Wolfgang Bernhuber - Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen

Grünes Wanderkino 2014 – ein persönlicher Blick hinter die Kulissen

Dezember 2013: Erste Gespräche finden statt zum Thema: Welcher Film wird 2014 gezeigt? Unterhaltung versus tiefsinnige Inhalte? Am liebsten ein Film, der Beides kann!

Jänner, Februar 2014: Die Wahl ist getroffen: „Mandela – der lange Weg zur Freiheit“, also doch etwas Ernstes! Die Lizenzfrage muss geklärt und juristisch abgeklopft werden. Für eine öffentliche Vorführung – auch wenn ohne Eintrittsgebühr – muss ein Betrag von…..bis…..an den Verleih entrichtet werden. Ist das für uns leistbar für einen Film, der erst kürzlich im Kino war?

März 2014: Terminkoordination mit den anderen Spielorten des Grünen Wanderkinos, mittlerweile sind es stattliche 20 im Bezirk Mödling und Umgebung. Die Wochend-Termine im August sind besonders begehrt. Irgendwie einigt man sich und kriegt viele Wünsche und Bedürfnisse unter einen Hut. Unser Termin: Freitag 29. August

April 2014: Der Platz vor dem Hunyadischloss muss reserviert und mit der Gemeinde abgestimmt werden. Welche Bestuhlung usw?

Mai 2014: Wie soll die Veranstaltung bekannt gemacht werden? Erwähnung in der Grünen Zeitung „…..“, Plakate? Dafür muss man rechtzeitig Platz reservieren in den Schaukästen der Gemeinde – verflixt, sind wir schon zu spät dran?

Juni 2014: Rahmenprogramm gesucht! Die Blasmusik muss leider absagen – zu viele auf Urlaub! Etwas Afrikanisches wäre cool! Die erste Idee „Chor“ klappt nicht – zu viele auf Urlaub! Aber dann: Ein neuer Kontakt zu einer Trommlergruppe tut sich auf. Ja, das ist es! Nicht billig, da viele Mitglieder, aber sicher ein super Einstieg für die Veranstaltung!

Wer kann sonst noch bei der Veranstaltung präsent sein? Ein Stand des Weltladens gehört aus guter Tradition dazu! Diesmal ein Novum: die Firma ENJO wirbt für Putzen ohne Chemie. Okay, das wollen wir unterstützen! Und kann auch der Verein „Ute Bock“ präsent sein?

Und wie wird dieses Jahr der Transport des Equipments von Ort zu Ort organisiert? Wer schleppt die schweren Geräte? Treiben wir ein umweltschonendes Fahrzeug auf, mit dem der Wanderkino-Zirkus emissionsfrei durch’s Land ziehen kann? Wer kann schon gute zwei Stunden vor Beginn vor Ort sein, um die riesige Leinwand, die Geräte und die diversen Verkabelungen perfekt zu installieren?

Juli 2014: Thema Buffet! Was können wir selber bewerkstelligen? Wer kann Kuchen backen? Die Brötchen kaufen wir doch lieber zu! Getränke? Zu rechnen ist – wir sind ja optimistisch - mit 200 bis 300 BesucherInnen, die innerhalb einer guten Stunde versorgt werden wollen. Wer stellt sich zum Buffet? Fixe Preise versus freie Spende? Wechselgeld? Teller und Becher - natürlich aus kompostierbarem Material!

August 2014: Feinabstimmung da und dort, ein paar urlaubsbedingte und/oder stressbedingte Absagen, aber im Großen und Ganzen sind wir top organisiert und vorbereitet. Ein paar Stoßgebete in Richtung Wettergott. In diesem Sommer wäre ein lauer Sommerabend wirklich ein Geschenk!

29. August 2014: Wir haben großes Glück: das Wetter könnte schöner nicht sein, die Vorbereitungen laufen plangemäß, geschätzte 15 Personen sind vom Nachmittag an am Werk. Schon um 18:00 treffen die ersten Gäste ein. Die Stimmung ist wunderbar und erreicht mit dem Einsatz der afrikanischen Trommelnummer ihren ersten Höhepunkt. Viele interessante Gespräche finden statt. Ja, auch über Politik innerhalb und außerhalb unserer Gemeinde! Was uns besonders freut: Auch VertreterInnen anderer Gemeinderatsfraktionen besuchen uns und bekunden Sympathie für das Wanderkino. Solche Komplimente und auch die unserer Grünen Nachbarn aus Mödling, Brunn, Gießhübel usw. freuen uns. Der Film kommt gut an, freilich keine leichte Kost, aber ein Thema, das bewegt und nachdenklich macht. Eine Stimmung des Respekts und der Hochachtung für das Lebenswerk Nelson Mandelas sind die ganzen 152 Minuten lang spürbar. Nach den Aufräumarbeiten, die ein Musterbeispiel für Teamwork sind, verlassen wir gegen Mitternacht erschöpft, aber glücklich den Platz.

Fazit: Wahrlich,es hängt eine Menge Arbeit dran, aber es lohnt sich! Beim Wanderkino wird es erlebbar: In Maria Enzersdorf gibt es eine starke, tatkräftige und engagierte Grüne Gruppe.

DANKE an alle stationären und fliegenden Helfer und Helferinnen an diesem Abend und im Vorfeld! Und DANKE an unser Wanderkino-Publikum, das uns nun schon seit Jahren die Treue hält und diesem Abend so viel Glanz verleiht!

Doris Bernhuber